Aktualisierung Februar 2026

Begleithund-Ausbildung / BH-Prüfung

Der Start in die Tuniersaison für viele Sportarten.

Was ist für die Teilnahme an der Begleithundeprüfung zu beachten?

- Mindestalter des Hundes für die Prüfung beträgt 15 Monate
- Vor Prüfungsbeginn muss der Hundeführer einen Sachkundenachweis erbracht haben. Der Nachweis ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfung.
- Die gesamte Prüfung muss ohne Hilfsmittel wie Leckerlies, Spielzeug zum Locken und Stachelhalsband abgelegt werden.
- Für Hunde mit behördlichen Auflagen (Maulkorb) gelten diese auch im Verkehrsteil der Prüfung, da der Hund sich dort in der Öffentlichkeit bewegt.
- Jeder Hund, der vorgeführt werden soll, muss eine gültige Tollwutimpfung haben und gechipt (oder tätowiert) sein.

Der Teilnehmer muss zum Zeitpunkt der Prüfung Mitglied im BLV (Bayerischer Landesverband für Hundesport) sein, d.h. er muss Mitglied in einem Verein sein, der dem BLV angeschlossen ist.

Das bedeutet, wenn keine andere Vereinszugehörigkeit besteht, müssen Sie mindestens drei Monate vor der BH Mitglied bei den Hundefreunden Nürnberg-Fürth werden. Rechtzeitig vor der Prüfung wird dann von uns beim BLV eine Kombi-Leistungsurkunde angefordert, ohne die eine BH-Prüfung nicht durchgeführt werden kann.

   
        

Was sind die Bausteine einer Begleithunde-Prüfung (BH-Prüfung)?

Teil 1: Sachkundenachweis

Hier wird der Hundeführer auf die Probe gestellt und sein Sachwissen geprüft. Hier muss er seine Kenntnisse über Hunde, Hundehaltung und angrenzende Sachgebiete unter Beweis stellen. In der Regel handelt es sich um Multiple-Choice-Fragen.
Die Fragebögen werden sofort vor Ort ausgewertet, werden mehr als 70 % der Fragen richtig beantwortet, gilt der Teil als bestanden. Wird die Theorie nicht bestanden, kann der Hund nicht mehr vorgeführt werden, die Prüfung endet für den Hundeführer (und somit auch für den Hund).
Der Sachkundenachweis muss vom Hundeführer nur einmal erbracht werden, ist er bestanden, kann er beliebige Prüfungen ohne weiteren Sachkundenachweis absolvieren. Die bestandene Sachkundeprüfung ist von ihm nachzuweisen.

Teil 2: Unbefangenheitsprüfung

Bestandteil der Unbefangenheitsprüfung ist die Überprüfung der Identität des Hundes (Überprüfen der Tätowiernummer, Chip, usw.). Hunde, die diese Unbefangenheitsprüfung nicht bestehen, können an der Prüfung nicht teilnehmen bzw. müssen disqualifiziert werden.

Teil 3: Unterordnungsteil (Platzteil)

Wenn alle vorherigen Teile positiv bewertet wurden, dann kann mit dem Hauptteil der Prüfung begonnen werden: Beurteilen des Teams Mensch/Hund auf dem Hundeplatz (Trainingsplatz).
Hier wird der Gehorsam des Hundes und seine Führigkeit überprüft, allerdings beschränkt sich das Ganze auf wenige Kommandos und Aufgaben. Der Hundeführer (HF) hat mit seinem Hund folgende Fähigkeiten darzustellen: Leinenführigkeit, sowohl im Normalschritt als auch im Schnellschritt (Laufschritt) und im Langsamschritt.
Der Hund soll dabei stets freudig, aufmerksam und eng an der Seite (typischerweise links) des HF laufen. Der HF kann ein Hörzeichen nutzen (normalerweise "Fuß"), das jeweils am Beginn einer Übung gegeben wird. Bleibt der HF stehen, soll sich der Hund selbstständig neben ihn setzen. Die Leine soll während der kompletten Übungseinheit leicht durchhängend geführt werden, der Hund soll eigenständig folgen.

Zusammenfassung des Unterodnungsteil:
Das Schema wird zunächst mit Leine durchlaufen, die Gruppe bildet den Abschluss.
Dann begibt sich der HF aus der Gruppe, leint seinen Hund ab und
beginnt die Sitzübung dem Schema folgend.

Quelle: https://www.fci.be/medias/uti-reg-igp-de-2025-19769.pdf

Teil 4: Verkehrsteil / Öffentlichkeit

Wenn man bisher alles souverän geschafft hat, folgt der letzte Teil: der Außen- oder Verkehrsteil.
Dabei soll geprüft werden wie sich der Hund in der Öffentlichkeit - also unter realen Umweltbedingungen und normalen, stark besuchten Umgebungen verhält. Erwartet wird ein gleichgültiges Verhalten des Hundes, weder aggressiv noch ängstlich, sondern souverän gegenüber typischen Umwelt-Einflüssen.
Deswegen wird der Verkehrsteil häufig an öffentlichen, stark frequenzierten Orten durchgeführt, zum Beispiel am Bahnhof oder auf dem Parkplatz eines Supermarktes, aber auch in der Innenstadt oder an ein beliebtes Ausflugsziel.

 

 

Wenn das erfolgreich geschafft ist und die Begleithundeprüfung als BESTANDEN gilt,
ist die Vorraussetzung für die Tunierlaufbahn erfüllt.

 

Wenn Du im Tuniersport beginnen möchtest und eine BH-Prüfung benötigst oder
auch nur aus eigenem Interesse den Ergeiz an einer BH-Prüfung hast,
dann melde dich jetzt schon für 2026 an!!!
Anmeldung und weitere Information per Mail bei Katrin unter:

training@hundefreunde-nuernberg-fuerth.de

Bitte beachten Sie die Platzordnung und die Trainingszeiten bei "Training".

 

 

© Hundefreunde Nürnberg-Fürth e.V.